Traurige Berühmtheit

Unsere Burggemeinde ist nun zu einer traurigen Berühmtheit aufgestiegen. In der aktuellen Umfrage des Ministeriums für Inneres und Kommunales (MIK NRW) wird die Gemeinde Brüggen namentlich als die allerletzte Gemeinde in Nordrhein-Westfalen ‚erwähnt‘, die bis dato immer noch keine geprüfte Eröffnungsbilanz nachweisen kann.

Nur zur Erinnerung: Dies bezieht sich auf die Eröffnungsbilanz 2009!

Auf eine derartige Erwähnung könnte man allerdings gerne verzichten. Dies wird nur eines der Themen sein mit denen sich der künftige Bürgermeister auseinandersetzen muss.

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Gegen ein einfaches „Weiter so“ – gemeinsam für ein leistungsfähiges, gerechtes und zukunftsfestes Schulangebot im Westkreis

Der Schülerrückgang und ein verändertes Schulwahlverhalten werden in den Gemeinden des Westkreises immer stärker spürbar. Klar ist: angesichts dieser Entwicklung kann das bestehende Schulangebot nicht dauerhaft aufrecht erhalten bleiben; es muss unter den sich ändernden Rahmenbedingungen zu einem leistungsfähigen, gerechten und zukunftsfesten Schulangebot weiterentwickelt werden. Und das in einem übergreifenden Konsens auf regionaler Ebene.

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„Genau daran fehlt es aber“, kritisierten die Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktionen in Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal Gottfried Optenplatz, Wilhelm Mankau und Dr. Hermann-Josef Welters nach einer gemeinsamen Sitzung der Schulpolitiker ihrer Fraktionen. Stattdessen regiere überwiegend noch das Kirchturmdenken, von einer gemeinsamen Initiative seien insbesondere die Verantwortlichen in den Verwaltungsführungen der Gemeinden des Westkreises noch weit entfernt.

Um eine dringend notwendige Debatte über eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung anzustoßen, haben die SPD-Ratsfraktionen im Westkreis erste konkrete Vorschläge erarbeitet, die Gottfried Optenplatz, Wilhelm Mankau und Dr. Hermann-Josef Welters wie folgt zusammenfassen:

· Um ein wohnortnahes und umfassendes Schulangebot zu gewährleisten, soll jede der drei Gemeinden mindestens eine Schule der Sekundarstufe 1 erhalten.

· Aufgrund des zugrundeliegenden pädagogischen Konzepts bietet sich die Sekundarschule als sinnvolle Ergänzung des Schulangebots im Westkreis an. Zur Sicherung des Schulstandorts Niederkrüchten sollte diese neue Schulform vorzugsweise in Niederkrüchten eingerichtet werden. Die notwendige Schülerzahl sollte auf 60 Schülerinnen und Schüler begrenzt werden, wie dies bei einem Zusammenschluss von Realschule und Verbundschule möglich ist.

· Zur Absicherung der gymnasialen Oberstufe für diese neue Schule sollte eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Gesamtschule in Brüggen und dem Gymnasium in Schwalmtal angestrebt werden.

· Alle Schulformen der Sekundarstufe 1 könnten damit im Westkreis sofort und ohne kostenintensive Schulneubauten angeboten werden. Die Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal hätten jeweils eine eigene Sekundarstufe 1 und für die Schülerinnen und Schüler bestünden Auswahlmöglichkeiten in zumutbarer Entfernung.

Diese Vorschläge der drei SPD-Ratsfraktionen sollen zeitnah in einer gemeinsamen Konferenz der drei SPD-Ortsvereine mit allen interessierten Mitgliedern erörtert werden. Darüber hinaus werde der Austausch mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Schulleitungen und Lehrkräften sowie den anderen Parteien gesucht. Ziel sei es, so Optenplatz, Mankau und Welters, einen breit getragenen Schulkonsens zu erreichen, der nicht einzelne Parteien oder Interessengruppen sondern die Schülerinnen und Schüler zu Gewinnern macht.

Verantwortlich: Gottfried Optenplatz (Tel.: 02163-59628); Wilhelm Mankau (Tel.: 02163-81502); Dr. Hermann-Josef Welters (Tel.: 02163-5757360).

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Ja zur doppelten Turnhalle!

Fast hat man sich daran gewöhnt: Bereits seit Jahren pendeln Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Brüggen für ihren Sportunterricht vom Standort Klosterstraße nach Bracht. Die kleine Turnhalle am Westring reicht längst schon nicht mehr aus, um allen Klassen der Grund- und Gesamtschule den Sportunterricht zu ermöglichen. Ganz zu schweigen, von der Ausstattung und der baulichenergetischen Verfassung, in der sich die 40 Jahre alte Halle befindet.

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Die politischen Parteien in Brüggen kennen dieses Defizit sehr gut. Und so zieht sich seit vielen Jahren die Diskussion um Umbau, Erweiterung oder Neubau der Sporthalle durch die Sitzungen des Rates. In den politischen Diskussionen blitzte dabei auch immer wieder die Idee einer zusätzlichen Mehrzwecknutzung der neuen Turnhalle durch. 1997 hatte der Rat bereits beschlossen, auf dem heutigen Parkplatz am Westring eine Doppelturnhalle zu bauen. Sie sollte mit Mehrzweckfunktionen ausgestattet werden und geisterte unter dem Namen „Schwalmtalhalle“ durch den Ort. 2001 wurde das Projekt als „nicht finanzierbar“ zu den Akten gelegt.

Jetzt wiederholt sich die Geschichte. In der Ratssitzung vom 02. März 2011 beschlossen CDU und FDP gegen die Stimmen einer Allianz aus allen anderen im Rat vertretenen Parteien und Gruppen die Gründung einer gemeinnützigen GmbH. Gleichzeitig erging an sie der Auftrag, die Planungen zum Bau einer Mehrzweckhalle einzuleiten. Als Budget dafür steht die Zahl von 3,6 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer im Raum, eine Kostenschätzung, die auf einer Kalkulation aus dem Jahr 2009 beruht. Damals ging es der Gemeinde finanziell noch gut. Jetzt bekommen wir mit aller Wucht die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren. Der Etatentwurf für 2011 weist einen Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro aus. Und auch in den nächsten Jahren sind Mindereinnahmen zu erwarten, so dass sich das Minus im Haushalt in Millionenhöhe fortschreiben wird.

Die SPD hält daher eine Investition von über vier Millionen Euro brutto plus Folgekosten derzeit für nicht verantwortbar. Allein für die Mehrzwecknutzung, die rund eine Million Euro kosten wird, muss die Gemeinde jährlich über 70.000 Euro aufbringen. Hier sind Mehrbelastungen für Unterhaltung, Betrieb, Energie, Reinigung und andere notwendige Aufwendungen noch nicht einmal eingerechnet.

Eine neue Doppelturnhalle kostet etwa 2,5 Millionen Euro. Unter großen Anstrengungen kann die Gemeinde diese Summe aufbringen. Die sicher wünschenswerte, aber mit wirtschaftlicher Vernunft auf absehbare Zeit nicht realisierbare Zusatznutzung gefährdet dagegen die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde auf Jahre.
Mit anderen Worten: Eine neue Doppelturnhalle können – und müssen – wir uns leisten.
Die Mehrzwecknutzung dagegen nicht.

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Ist 2011 das entscheidende Jahr für die Erschließung des Brachter Schul- und Sportzentrums?

Zufahrt Schulzentrum Bracht

Die einzige Schule in Nordrhein–Westfalen, die für Fahrzeuge nur über einen Wirtschaftsweg erreichbar ist, wird hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.
In diesem Jahr wurde mit der Planung und den ersten Grundstückskäufen der Grundstein für eine zeitgemäße Erschließung gelegt.
Getrennte Fahrspuren für den motorisierten Verkehr sowie auch für Fußgänger und Radfahrer, abgehend von der Börholzer Str., bilden das Kernstück für diese Maßnahme. Zusätzliche Parkplätze und eine optimierte Wendemöglichkeiten für Fahrzeuge runden
die Planung ab. Damit trägt scheinbar ein über 20 Jahre währender Einsatz der Brüggener SPD für eine gefahrlose Erreichbarkeit des Brachter Schul- und Sportzentrums endlich Früchte.

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Bleibt nur zu Hoffen, dass die Planung auch im kommenden Jahr umgesetzt wird und nicht wiederum den sicherlich notwendigen Sparzwängen der Gemeinde zum Opfer fällt.
Das neue Jahr 2011 kann also für die Zukunft der Brachter Schule und des Sportplatzes richtungweisend sein.

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